Das Haus der Gemeinschaft
Vor und auch nach der Gründung des Schützenvereins Haselünne Stadtmark-Siedlung e.V. fanden alle Vereinsfeste und Veranstaltungen im Saal der damaligen Gaststätte Hensen statt. Das Königsschießen wurde in der benachbarten Garage durchgeführt, und der Saal diente auch als Übungsraum für Schießgruppen und Spielmannszug.
Ende der 1980er Jahre entstand die Idee, ein eigenes Vereinsgebäude zu errichten, die in den 1990er Jahren konkret wurde. Da der Saalbetrieb zunehmend nicht mehr genutzt werden konnte, mussten Schießgruppen und Spielmannszug auf andere Vereinsräume ausweichen. Das größte Hindernis war die Suche nach einem geeigneten Grundstück. Nach langen Verhandlungen einigte man sich mit der Stadt Haselünne auf ein Grundstück am Hudener Weg, das damals als Bolzplatz genutzt wurde.
Nach allen Vorbereitungen und der Einholung von Genehmigungen lud der Vorstand zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein. Ein Zuschuss der Stadt von 8.000 DM wurde bewilligt, da es in der Stadtmark-Siedlung keine passende Bleibe für den Verein und seine Gruppen gab.
Im Spätsommer 2000 begann schließlich der Bau des „Haus der Gemeinschaft“. Die Meppener Tagespost berichtete am 8. September 2000 von den ersten Arbeiten.
Beim Bau des Schützenhauses wurden mehrere hundert Kubikmeter Erde abgetragen – eine Arbeit, die von der Firma Holt aus Haselünne übernommen und komplett finanziert wurde. Damit löste Heinz Holt ein langjähriges Versprechen gegenüber dem Verein ein.
Der Bau selbst ging dank der tatkräftigen Eigenleistungen der Vereinsmitglieder zügig voran. Besonders die sogenannten „Renterhandwerker“ waren fast täglich auf der Baustelle im Einsatz und leisteten unter der Leitung von Heinz-Norbert Bastuba und Karl-Heinz Gösling hervorragende Arbeit. Unter der Woche wurden beispielsweise 210 Kubikmeter Beton für die Ringbalken verarbeitet, damit die Bauarbeiten am Wochenende weitergehen konnten.
Zusätzlich beschleunigten Spenden und der Einsatz von Maschinen verschiedener Baufirmen den Baufortschritt erheblich.
Nach wenigen Wochen Bauzeit lud der Vorstand des Schützenvereins alle Mitglieder und Bewohner der Siedlung nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes zum „Richtfest“ am 04. November 2000 ein.
Es gab vom Verein ein Fass Freibier und für kleines Geld konnte ein leckeres Essen erworben werden.
Im Frühsommer 2001 endete am 16. Juni der letzte große Arbeitseinsatz am neuen Schützenhaus: 600 qm Dach wurden gedeckt, 360 qm Boden und 140 qm Wandfliesen verlegt sowie rund 1.000 qm Außenfläche gepflastert. Am Abend feierte der Verein die Einweihung in einem großen Festzelt. Neben Vereinsmitgliedern und Anwohnern kamen zahlreiche geladene Gäste, um den Neubau in so kurzer Zeit bewundert zu betrachten.
Am folgenden Tag, dem 17. Juni, ging das Fest mit einem Gottesdienst im Zelt, einem gemeinsamen Mittagessen und einem „Tag der offenen Tür“ mit Kaffee und Kuchen weiter.
Das „Haus der Gemeinschaft“ steht auf einem 2.322 qm großen Grundstück. Rechts befindet sich die Schießanlage mit Clubraum, links ein 225 qm großer Saal für 180–200 Personen, ausgestattet mit einer großen Theke und einer Teeküche.